Nur eine Hochzeit

Die Energie ist mit einer deutlichen 0:3-Niederlage gegen Rekordmeister OBU in die Vorsaison gestartet. Auch wenn es das Resultat nicht erahnen lässt: Das Team von Rykart/Kleiner befindet sich in einer guten Entwicklung. Die richtigen Spiele können beginnen.

Von Sebastian Gänger, #9

Die Berner Alternativliga Foul hat finanzielle Sorgen. Anders lässt sich nicht erklären, dass 1.-Liga-Dinos wie Energie Bitzius oder Obstberg United eine Vorausscheidung zum Pokalwettbewerb austragen müssen. Laut gut informierten Quellen lockten verschiedene Fernsehstationen (Tele Oberwallis/Tele Züri) das Foul-Management zu diesem Schritt. Für rund eine Million Harassen Bier organisierten diese den Vor-Cup - und liessen sich dabei von der UEFA leiten, die in den vergangenen Jahren kaum eine Marketingidee ausgelassen hatte. Wie in der Nations League (früher Freundschaftsspiel oder Testspiel genannt) trieben Spekulanten im Vorfeld des sehnsüchtig erwarteten Spiels die Ticketpreise in die Höhe. Die Strategie scheiterte. Nur die Spielerfrau und die Schwester des überbezahlten Captains Heimlicher konnten sich eine Eintrittskarte für das Spiel gegen OBU leisten. Dass dies nicht auf die Stimmung schlug im Stadion der Freundschaft, war nur dem Nachwuchs Guggisbergs zu verdanken. Der berüchtigte Fanclub Jaron schrie aus Leibeskräften. Doch die Mannen der Energie erhörten ihn nicht.

Ein Grund für die nicht wirklich schmerzhafte Niederlage dürften die nichtsportlichen Aktivitäten einiger Spieler in der Sommerpause gewesen sein. Ganz schloss den Bund der Ehe, Bühler verreiste rund ein Dutzend Mal für Hochzeiten um alle Welt (und gefährdete somit weiter das Pariser Klimaabkommen). So verschwand bei diesen Spielern und einigen weiteren Hochzeitsgästen die Motivation, in dieser Fussballsaison auf mehreren Hochzeiten zu tanzen. Der Fokus gilt der Meisterschaft.

Damit diese zu einem erneuten Erfolg wird, bleibt für das Trainerduo noch einiges zu tun. Individuelle Fehler, die der Ursprung von zwei Gegentoren gegen OBU waren, müssen abgestellt werden. Dumme Tore, wie die ersten beiden vom vergangenen Wochenende, müssen künftig die Gegner der Energie erhalten, vorne braucht die Mannschaft mehr Punch. Dass dies gelingen kann, steht ausser Frage. Das Scouting der Energie wird in den nächsten Wochen im nahegelegenen Wankdorfstadion einige Topstars beobachten können. Ronaldo haben wir in Person von FS7 im Team, ein Torwart des Kalibers De Gea steht bereits zwischen unseren Pfosten. Was es aber noch braucht, ist ein Goalgetter à la Lukaku. Gut möglich, dass die Energie den jungen Belgier verpflichten wird. Die TV-Gelder von Tele Oberwallis und Tele Züri sind inzwischen auf dem Konto des Vereins eingetroffen, wie Kassier Weibel bestätigte. Ob er diese bis zum CL-Kracher gegen Manchester United aber bereits in Bier investiert haben wird, steht in den Fussballsternen.

So oder so: Die Energie wird im ersten Meisterschaftsspiel in drei Wochen die Hab&%ç* zerstören! Auch für unseren Mittelfeldmotor Spahr R., die Gedanken der Energie sind bei dir!

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